{"id":450,"date":"2018-05-06T19:54:39","date_gmt":"2018-05-06T19:54:39","guid":{"rendered":"http:\/\/anthroposophie-bayreuth.de\/wp\/?page_id=450"},"modified":"2018-05-31T08:19:42","modified_gmt":"2018-05-31T08:19:42","slug":"presse-archiv","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/anthroposophie-bayreuth.de\/?page_id=450","title":{"rendered":"Presse-Archiv"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section bb_built=&#8220;1&#8243;][et_pb_row][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243;][et_pb_text _builder_version=&#8220;3.3.1&#8243;]<\/p>\n<p><span style=\"color: #003399; font-family: Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: medium;\"><strong><span style=\"font-size: small;\"> Bericht von Bernhard Richter \u00fcber die Vortr\u00e4ge von Dr. Harmut Spie\u00df vom 23. M\u00e4rz 2018:<\/span><\/strong><\/span><\/p>\n<h4><\/h4>\n<h4><strong>Wie zuverl\u00e4ssig sind die Rezepte der <\/strong><strong>biologisch-dynamischen Landwirtschaft?<\/strong><\/h4>\n<h3><\/h3>\n<h3><strong><span style=\"color: #003399; font-family: Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;\">Vortr\u00e4ge von Dr. Hartmut Spie\u00df bei der Anthroposophischen Gesellschaft in Bayreuth<\/span><\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #003399; font-family: Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;\"><a href=\"http:\/\/anthroposophie-bayreuth.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Dr-Spie\u00df-Quelle-Brigitte-Stein-klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-455 alignnone\" src=\"http:\/\/anthroposophie-bayreuth.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Dr-Spie\u00df-Quelle-Brigitte-Stein-klein-300x201.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"201\" srcset=\"https:\/\/anthroposophie-bayreuth.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Dr-Spie\u00df-Quelle-Brigitte-Stein-klein-300x201.jpg 300w, https:\/\/anthroposophie-bayreuth.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Dr-Spie\u00df-Quelle-Brigitte-Stein-klein.jpg 425w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p>Quelle: Brigitte Stein<\/p>\n<p>BAYREUTH. Nicht nur f\u00fcr \u00f6kologisch denkende Menschen ger\u00e4t die Erde zunehmend aus dem Gleichgewicht. Der konventionellen Landwirtschaft, als einem guten Kunden der Chemie-Riesen wie beispielsweise Monsanto, wird daran immer h\u00e4ufiger eine nicht unerhebliche Teilschuld zugeschrieben. F\u00fcr eine wachsende Bev\u00f6lkerungsgruppe stellt die biologisch-dynamische Bewirtschaftungsform deshalb eine echte Alternative dar. Diese Form des Landbaues hat sich zur Aufgabe gemacht, die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten und zu mehren. Daf\u00fcr m\u00fcssen Pflanzen- und Tier-gerechte Bewirtschaftungsgrunds\u00e4tze eingehalten werden. Der Einsatz spezifischer Pr\u00e4parate hilft, qualitativ hochwertige, gesunde und wohlschmeckende Lebensmittel zu produzieren. All dies ohne Einsatz giftiger Spritzmittel, gentechnisch ver\u00e4nderter Pflanzen oder Kunstd\u00fcnger.<\/p>\n<p><span style=\"color: #003399; font-family: Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;\">Soweit die Theorie. Doch wie haltbar sind die Thesen unter dem strengen Auge der wissenschaftlichen Forschung? Zur Beantwortung dieser Frage hat die Anthroposophische Gesellschaft Bayreuth Dr. agr. habil. Hartmut Spie\u00df zu zwei Vortr\u00e4gen in das Rudolf-Steiner Haus eingeladen. Dr. Spie\u00df ist ein Pionier der Erforschung biologisch-dynamischer Pr\u00e4parate und Anbauverfahren. Er arbeitet seit vielen Jahrzehnten auf dem Dottenfelderhof nahe Frankfurt am Main, einem Demeter-Praxisbetrieb mit einer Forschungs- und Z\u00fcchtungs-Abteilung, welcher gerade auf der Gr\u00fcnen Woche in Berlin mit dem Bundespreis f\u00fcr \u00d6kologischen Landbau ausgezeichnet wurde (www.forschung-dottenfelderhof.de). <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #003399; font-family: Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;\">Dr. Spie\u00df hatte sein landwirtschaftliches Handwerkzeug einschlie\u00dflich Studium in der damaligen DDR erworben, konnte sich aber mit dem herrschenden diktatorischen Gesellschaftssystem nicht einverstanden erkl\u00e4ren. Daher w\u00e4hlte er 1972 die Flucht.: \u201eIch erlebte es damals als ein besonderes Gl\u00fcck, in Westdeutschland Bedingungen f\u00fcr eine freie Forschung vorzufinden. Das war f\u00fcr mich eine \u00fcberw\u00e4ltigende Erfahrung. In dieser Zeit steckte der Biologische Landbau noch in den Kinderschuhen, welcher schon immer mein Interesse geweckt hatte. Daher nutzte ich die M\u00f6glichkeit, die mir die Universit\u00e4t Gie\u00dfen bot, mich wissenschaftlich mit Fragestellungen aus dem Biologisch-Dynamischen Landbau zu befassen. Zun\u00e4chst waren es Fragen nach der Wirkung der biologisch-dynamischen Pr\u00e4parate, sp\u00e4ter bestimmte Aussaat-Termine, wie sie beispielsweise in Mondkalendern empfohlen werden, die Ertr\u00e4ge und die Qualit\u00e4t von Pflanzen positiv zu beeinflussen. Und wenn ja, warum?\u201c <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #003399; font-family: Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;\">Auf dem Dottenfelderhof konnte Dr. Spie\u00df seit den 70er Jahren bis heute seine theoretische und praktische Forschungsarbeit in enger Zusammenarbeit unter andrem mit der Universit\u00e4t Gie\u00dfen vorantreiben. Die Forschungsergebnisse \u00fcberzeugten: Vieles konnte mit Zahlen und Statistiken untermauert werden. Aber auch manches sicher geglaubte Wissen hielt der Pr\u00fcfung nicht stand. Immer wieder ergaben sich \u00fcberraschende Erkenntnisse, die neue Fragen aufwarfen. So wurde die Forschung bis heute f\u00fcr ihn zum Lebenswerk. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #003399; font-family: Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;\"><strong>Der Rhythmus als Tr\u00e4ger des Lebens <\/strong><br \/>\nEine der ersten Fragen, die sich Dr. Spie\u00df stellte, war die nach der G\u00fcltigkeit von Bauernregeln oder aber bestimmter Aussaat-Tage, wie sie im Aussaat-Kalender von Maria Thun, einer Pionierin des biologisch-dynamischen Landbaues, ver\u00f6ffentlicht wurden bzw. werden. Viele der Zuh\u00f6rer in Bayreuth kannten den Kalender der bekannten Autorin. \u201eZun\u00e4chst ging es darum herauszufinden, ob bestimmte Aussagen, wie etwa diese, dass Aussaaten zwei Tage vor Vollmond die besten Ergebnisse bringen, haltbar sind. Dazu waren Feldversuche \u00fcber viele Jahre notwendig. Eine schwei\u00dftreibende Arbeit mit hohem pers\u00f6nlichen Einsatz. Mussten die Saaten doch bei jedem Wetter zum passenden Stichtag in die Erde gebracht werden. Die Ergebnisse \u00fcberraschten den Forscher nicht \u2013 wohl aber manche der Zuh\u00f6rer im Saal: \u201eAussaat-Tage hin oder her \u2013 wenn das Umfeld nicht passt, wenn etwa die Witterung schlecht oder der Boden nicht im guten Zustand ist, k\u00f6nnen auch keine befriedigenden Ernten eingebracht werden\u201c, so Dr. Spie\u00df.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #003399; font-family: Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;\">Woran liegt das? Was nun folgte, war eine nachdenklich stimmende Erkl\u00e4rung \u00fcber den Unterschied zwischen einem mechanischen Takt und dem lebendigen Rhythmus, der sich eben nicht auf einen einzigen, immer gleichen, kalendarisch festlegen Tag reduzieren l\u00e4sst. \u201eViele verschiedene Einfl\u00fcsse wirken auf die Erde, auf uns Menschen, und eben auch auf die Aussaat von Pflanzen ein\u201c. Als Beispiel nannte er neben der Witterung vor allem auch kosmische Einfl\u00fcsse, zum Beispiel der Sonne, des Mondes sowie anderer Gestirne. Das wird mittlerweile auch von der klassischen Wissenschaft erkannt \u2013 unter dem Forschungszweig \u201eChronobiologie\u201c r\u00fccken der Einfluss von Zeit und Rhythmen auf das Leben ins Zentrum der Forschungen. \u201eIm Grunde genommen ist das, was jetzt als neue Forschungsrichtung ausgegeben wird und in der Medizin \u00fcbrigens sogar letztes Jahr mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, ein alter Hut. Schon zu Beginn des letzten Jahrhunderts hat Rudolf Steiner, der Begr\u00fcnder der Anthroposophie, diese Erkenntnisse mit seinen Ausf\u00fchrungen zum \u00c4therleib vorweggenommen\u201c, so Christa Pfannm\u00fcller, die Leiterin des Zweiges der Anthroposophischen Gesellschaft Bayreuth.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #003399; font-family: Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;\"><strong>Auch Pflanzen haben eine W\u00fcrde<\/strong><br \/>\nMangelnder Rhythmus, wie er heute immer mehr \u00fcblich wird, kostet den Menschen enorme Kraft und ist eine wesentliche Ursache vieler Zeitkrankheiten, erkl\u00e4rte Dr. Spie\u00df. F\u00fcr die Landwirtschaft bedeutet das, dass man den klassischen j\u00e4hrlichen Wechsel in der Aufeinanderfolge der Fr\u00fcchte als Rhythmus-Organ eines landwirtschaftlichen Betriebes auffassen kann. Eine 12-feldrige Fruchtfolge wie auf dem Dottenfelderhof helfe zum Beispiel wesentlich dabei, stabile und ertragreiche Kulturen anzubauen &#8211; ohne Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel. Der heute \u00fcbliche Fruchtwechsel mit wenigen Kulturen bis hin zur Monokultur reiche daf\u00fcr bei weitem nicht aus. \u201eVielfalt als Naturgesetzlichkeit ist gefordert. Im Pflanzenreich ist es genau wie beim Menschen. Einseitigkeiten machen anf\u00e4llig f\u00fcr Krankheiten\u201c, so das Res\u00fcmee des Forschers. Heute wei\u00df man: \u201eBesonders die Pflanze lebt in Rhythmen: Pflanzen wissen genau, wie sie ihren Wachstumsrhythmus anpassen m\u00fcssen, um auf Saatzeit, Sonnenstunden und andere Einfl\u00fcsse optimal zu reagieren\u201c, so Dr. Spie\u00df. Und weiter: \u201ePflanzen suchen den Ausgleich. Wachsen aufgrund der \u00e4u\u00dferen Umst\u00e4nde zum Beispiel viele Getreidehalme, gibt es weniger K\u00f6rner in den \u00c4hren und umgekehrt\u201c. Bemerkenswert: \u201eUnsere Forschungen zeigten auch, dass selbst die Samenk\u00f6rner, die unbeeinflusst von der Au\u00dfenwelt lagern, einen eigenen Rhythmus in sich haben, der bei der Keimung zum Tragen kommt\u201c. Aus diesen Forschungen folgert Spie\u00df: \u201eIn der Konsequenz bedeutet dies alles, dass jede Pflanze als ein eigener Organismus aufzufassen ist, welchem auch eine eigene W\u00fcrde zukommt\u201c.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #003399; font-family: Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;\">An diesen Gesichtspunkt kn\u00fcpfte Dr. Spie\u00df in seinem zweiten Vortrag \u00fcber die biodynamische Pflanzenz\u00fcchtung an. Dieser Impuls geht ebenfalls auf Rudolf Steiner mit der Begr\u00fcndung der biodynamischen Landwirtschaft zur\u00fcck. In Zeiten der Konzentration und Patentierung von Saatgut ist es f\u00fcr alle Formen, nicht nur des Bio-Landbaues, besonders wichtig geworden, \u00fcber frei verf\u00fcgbares und nachbauf\u00e4higes Saatgut zu verf\u00fcgen. W\u00e4hrend in der \u00fcblichen Pflanzz\u00fcchtung die Ertragsf\u00e4higkeit der Pflanzen an erster Stelle steht, haben die Bio-Z\u00fcchter vor allem den Gesichtspunkt, Pflanzen zu entwickeln, die an die Bedingungen des \u00d6kologischen Landbaues angepasst sind. Das hei\u00dft: Kulturpflanzen verf\u00fcgbar zu haben, die ohne chemisch-synthetische D\u00fcnger und Pflanzenschutzmittel auskommen. Hier stehen die Ern\u00e4hrungsqualit\u00e4t f\u00fcr Mensch und Tier, eine breite Pflanzengesundheit, aber auch hohe Konkurrenzkraft und Ertragsf\u00e4higkeit der Pflanzen im Vordergrund. Dabei darf letztere nicht zu Lasten der Ern\u00e4hrungsqualit\u00e4t gehen. Nicht nur die \u201eForschung &amp; Z\u00fcchtung Dottenfelderhof\u201c z\u00e4hlt zu den erfolgreichen Z\u00fcchtern von Bio-Getreide- und Gem\u00fcse Sorten. Es wurden auch weitere Initiativen vorgestellt, wie die Getreidez\u00fcchtung Peter Kunz (CH), die Getreidez\u00fcchtungsforschung, Darzau oder das Keyserlingk-Institut, Salem.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #003399; font-family: Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;\"><strong>Bernhard Richter<\/strong><\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><div class=\"et_pb_row et_pb_row_0 et_pb_row_empty\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div> Bericht von Bernhard Richter \u00fcber die Vortr\u00e4ge von Dr. Harmut Spie\u00df vom 23. M\u00e4rz 2018: Wie zuverl\u00e4ssig sind die Rezepte der biologisch-dynamischen Landwirtschaft? 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Die Gesellschaft lehnt jedes sektiererische Bestreben ab. Die Politik betrachtet sie nicht als in ihren Aufgaben liegend\u201d (Rudolf Steiner)<\/p><\/div><\/div><\/div><\/div>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"class_list":["post-450","page","type-page","status-publish","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.6 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Presse-Archiv - Anthroposophische Gesellschaft Bayreuth<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/anthroposophie-bayreuth.de\/?page_id=450\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Presse-Archiv - Anthroposophische Gesellschaft Bayreuth\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Bericht von Bernhard Richter \u00fcber die Vortr\u00e4ge von Dr. Harmut Spie\u00df vom 23. 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